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Wie hast du die ICTskills2022 erlebt, Louana?

10. November 22

Louana Berger ist Informatikerin mit Fachrichtung Applikationsentwicklung im 3. Lehrjahr. Sie ist eine von drei Informatikerinnen, die an den ICTskills2022 im Rahmen der SwissSkills in Bern teilgenommen haben. Wie sie zur Informatik kam und was sie an den Schweizermeisterschaften besonders beeindruckend fand, erzählt sie im Interview.


Herzliche Gratulation zu deiner Leistung an den SwissSkills 2022! Wie hast du diese Meisterschaft erlebt?

Vielen Dank, ich habe mich sehr gefreut, an den diesjährigen SwissSkills teilzunehmen. Den ganzen Wettbewerb habe ich als etwas sehr Besonderes empfunden. Mich hat es enorm beeindruckt, wie viele junge Berufsleute sich die Zeit genommen haben, an diesen Meisterschaften teilzunehmen.


Was hat dich motiviert, an den Schweizermeisterschaften teilzunehmen?

Unser Berufsschullehrer hat letztes Jahr unsere Klasse einige Wochen vor den Regionalmeisterschaften auf diese aufmerksam gemacht. Mich hat dies sehr interessiert, aber ich war mir zu Beginn nicht ganz sicher, ob ich bereits dabei teilnehmen wollte, da man dies normalerweise im dritten oder vierten Lehrjahr macht. Nach einigem Diskutieren mit Freunden und auch der Fakt, dass mein Oberstift auch an diesem Wettbewerb teilnehmen würde und ich so mit jemanden Bekannten antreten konnte, habe ich mich kurzfristig angemeldet.


Für mich waren die Aufgaben, welche uns dort gestellt wurden, sehr schwierig. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich gut abgeschnitten hatte, war aber trotzdem glücklich, dass ich es zumindest probiert habe. Überraschenderweise habe ich mich dort für die Schweizermeisterschaften qualifiziert, an denen ich im Sommer dieses Jahres mitmachen durfte.  


Was fasziniert dich an der ICT?

Am meisten interessiert mich das Programmieren. Ich finde es sehr spannend, wie Computer und somit auch das Programmieren im Alltäglichen immer wichtiger werden und bereits sehr wichtig geworden sind. Ausserdem gefällt mir das Erlernen von neuen Programmiersprachen und Frameworks.


Wieso hast du dich für diese Lehre entschieden?

Zu Beginn war ich etwas unschlüssig, ob ich die Maturität oder doch eine Lehre machen sollte. Jedoch ist mir schnell aufgefallen, dass mir das praktische Arbeiten mehr gefällt, als das Lernen an der Kanti. Dass ich eine Informatiklehre in Richtung Applikationsentwicklung machen würde, war klar, da ich mich schon länger für das Programmieren interessiert habe.


Dann hast du schon vorher programmiert? Wie bist du dazu gekommen?

Als ich jünger war, habe ich mich bereits etwas mit Python oder auch Javascript auseinandergesetzt. Mein Vater hatte gemerkt, dass ich mich für Themen in Richtung Informatik interessiere und schenkte mir deshalb zum Geburtstag einen Raspberry Pi, einen Minicomputer. Mit diesem konnte ich einige spannende Projekte realisieren, was für mich den Spass am Programmieren noch mehr steigerte.


Was gefällt dir an deinem Berufsalltag?

Am meisten gefallen mir der Programmierteil und auch das grafische Designen von neuen Applikationen.


Was siehst du als besondere Herausforderung?

Manchmal finde ich, dass eine Lehre und gleichzeitig eine Berufsmaturität zu machen, etwas viel Zeitaufwand benötigt.


Wieso gibt es immer noch so wenige Frauen in diesem Beruf? Was müsste man deiner Meinung nach dagegen tun?

Informatik ist in vielen Augen immer noch ein Beruf für Männer. Aber man sieht immer mehr, dass auch Frauen sich für diesen Beruf begeistern. Darüber freue ich mich sehr.

Die meisten Schüler lernen Informatik das erste Mal in der Schule als Fach kennen. Einige meiner Kollegen und auch ich haben dabei die Erfahrung gemacht, dass die dort gewonnenen Eindrücke nicht für die Informatik sprechen.


Was hat dich trotzdem überzeugt, diesen Beruf zu wählen?

Mir war bewusst, dass diese Themen, welche man in der Schule behandelt, nicht sehr viel mit dem Berufsalltag zu tun haben. Für mich war es sehr hilfreich an den Berufsmessen mit Lernenden zu sprechen, die gerade mitten in der Ausbildung waren. Aber auch Webseiten wie berufsberatung.ch gaben mir einen detaillierten Einblick in den Beruf. In meinen Augen ist das spannende an dieser Ausbildung, dass man auch nach der Lehre immer etwas Neues dazulernen kann und auch der Arbeitsalltag nie langweilig wird.


Was sind deine Zukunftspläne?

Nach dem Abschluss der Lehre und der Berufsmaturität habe ich vor, mit einem Studium zu beginnen.


Weisst du schon in welche Richtung?

Ich bin mir momentan noch nicht sicher, ob ich anschliessend zu der Lehre noch die Passerelle absolvieren möchte. Ich interessiere mich sehr für das Thema Machine Learning, aber auch andere Gebiete, wie beispielsweise Softwarearchitektur oder auch Data Analyst wären bestimmt spannende Schwerpunkte für ein Studium.


Informatiker/in EFZ

Schweizermeisterschaft


Über mich.

Ich bin Louana Berger, wohne in Oberbuchsiten SO. Ich bin im 3. Lehrjahr als Informatikerin, Fachrichtung Applikationsentwicklung, bei der Firma Scintilla AG in Zuchwil. Zweimal in der Woche gehe ich in die Gewerblich-Industrielle Berufsschule in Solothurn. In meiner Freizeit mache ich sehr gerne Sport, lese und verbringe Zeit mit meinen Freunden.