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«Das Informatik­studium war mir zu fern von der Praxis»

08. Januar 20

Frau Dias, Sie haben vor Kurzem die höhere Fachprüfung zur ICT-Managerin mit eidgenössischem Diplom erfolgreich absolviert. Herzliche Gratulation! Wie haben Sie die Prüfung erlebt?

Vielen Dank. Sie war happig, aber machbar. Ich bin auf jeden Fall froh, bestanden zu haben.


Weshalb haben Sie sich für die Weiterbildung mit eidgenössischem Diplom entschieden?

Das Informatikstudium war mir zu fern von der Praxis, also hatte ich 2012 den Fachausweis als Informatikerin absolviert. Da ich nun schon seit sieben Jahren als Head of IT arbeitet und die Arbeitswelt nicht nur Berufserfahrung, sondern Zertifikate abverlangt, wollte ich mit dem Diplom als ICT Managerin schriftlich nachweisen, dass ich Fach- und Führungsaufgaben in der ICT Informations- und Kommunikationstechnologie erfüllen kann.


Welche Qualitäten braucht eine ICT-Managerin?

Ein hohes Mass an Eigenverantwortung, einen grossen Willen, die Bedürfnisse des Unternehmens am effizientesten, kostengünstigsten und schnellsten in der erforderlichen Qualität zu realisieren sowie Führungsqualitäten wie Fördern und Motivieren. Und wichtig ist auch noch ein Händchen für das Organisieren.


Für viele junge Frauen kommt eine Karriere im ICT-Berufsfeld nicht infrage. Was fasziniert Sie an der ICT?

Dass es stets im Wandel und niemals eintönig und langweilig ist.


Was denken Sie, wie könnte man mehr Frauen für die ICT begeistern?

Schwierige Frage. Einige Frauen, die ich kenne, haben Angst vor der Technik, andere denken Informatik sei zu schwierig für sie und nur etwas für Männer.

Ich glaube, man müsste Kinder schon im Kindergarten für die ICT begeistern, um ihnen die Angst davor zu nehmen. Dazu müsste man die Vielfalt aufzeigen, denn Informatik ist viel mehr als nur Programmieren.


Welchen Ratschlag geben Sie jungen Frauen, die in Ihre Fussstapfen treten möchten, mit auf den Weg?

Habt vor nichts und niemandem Angst. Mein eigenes Motto lautet, «no fun no risk». Persönlich habe ich gemerkt, dass je mehr ich riskiere, desto mehr lerne ich und mehr Erfahrungen kann ich sammeln.


Sie sind zudem Präsidentin der Alumni-Vereinigung SCILS. Wofür setzen Sie sich ein und wieso sollte man Mitglied werden?

Wir setzten uns für einen starken Austausch und eine Vernetzung von ICT-Fachausweis- und Diplomabsolventen aus der ganzen Schweiz ein. Zudem setzten wir uns ein, dass die ICT- Fachausweise und Diplome einen höheren Stellenwert bei Unternehmen erhalten. Mitglied sollte man werden, wenn man eine starke Community für Wissen und Ideen sucht und sich mit hochqualifizierten Fach- sowie Führungskräften vernetzen möchte. Zudem erhält man den geschützten Titel «Swiss Certified ICT Leaders».



Über Céline Dias

Céline Dias hat die Ausbildung zur ICT-Managerin ED berufsbegleitend bei Microwin absolviert und im Mai 2019 die Höhere Fachprüfung bei ICT-Berufsbildung Schweiz erfolgreich abgelegt. Sie ist Präsidentin der Alumni-Vereinigung Swiss Certified ICT Leaders SCILS. 2006 hat Céline Dias die Lehre als Systeminformatikerin inkl. der technischen Berufsmatura absolviert. Danach hat sie einige Jahre bei zwei grossen, internationalen Unternehmen als Administratorin gearbeitet. Ab 2012 war sie zuerst als Head of Operation bei einem IT Dienstleister und später als Head of IT bei einem KMU tätig. Seit Ende Mai 2019 kümmert sie sich nun um ihre dreimonatige Tochter. Wo es sie beruflich hintreibt, wird sich dann in ein paar Monaten zeigen.

Mehr zur ICT-Weiterbildung: www.ict-weiterbildung.ch