Ergebnisse der ICT-Lehrabgängerbefragung 2017 -
ICT-Lehrabgänger ruhen sich nicht aus

11.07.2017 Medienmitteilungen News

8 von 10 ICT-Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern werden innerhalb von zwei Jahren nach dem Lehrabschluss eine Weiterbildung in Angriff nehmen. Das zeigt die aktuelle repräsentative Befragung bei den Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern der Informatik und Mediamatik. Im Sommer schliessen schweizweit knapp 2400 Jugendliche mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) in Informatik und Mediamatik ab. 87 % der Befragten empfehlen Ihre Lehre an Kolleginnen und Kollegen weiter.

Hohe Zufriedenheit: ICT-Lehrabgänger/innen empfehlen die Lehre weiter

Junge Berufseinsteiger wollen flexible Arbeitszeiten und sichere Stellen
Nach den Kriterien für die zukünftige Stelle gefragt, sind für die Berufseinsteiger flexible Arbeitszeiten, eine sichere Stelle sowie Karriere- und Weiterbildungsoptionen ausschlaggebend. Zum Zeitpunkt der Umfrage hatten bereits 30 % der Jugendlichen eine unbefristete oder befristete Stelle. Rund 70 % wünschen sich ein kleines bis mittleres Unternehmen (KMU) als Arbeitgeber und 23 % möchten bei einem Grossunternehmen ihre Karriere starten. 

Hoher Anteil an Berufsmaturanden
37 % der Befragten schliessen nebst dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) auch mit der Berufsmatura (BM) ab. Direkt im Anschluss an die Lehre nehmen 18 % noch die BM in Angriff, was total zu 55 % BM-Abgängerinnen und Abgänger in der ICT führt. Im Vergleich zur gesamtschweizerischen Berufsmaturitätsquote von 14 % zeigt dies die hohe Qualifizierung der Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger im Berufsfeld der Informatik und Mediamatik. 8 von 10 der befragten Jugendlichen planen bereits in den nächsten zwei Jahren eine Weiterbildung anzugehen; die meisten ein Fachhochschulstudium. Für den ICT-Fachkräftenachwuchs ist klar: Für den beruflichen Erfolg gehört das „lebenslange Lernen“ dazu. 

Frauenanteil bleibt tief
Der Frauenanteil unter den Befragten liegt bei 15 %. Im Beruf Mediamatiker/in EFZ ist der höchste Frauenanteil innerhalb der ICT-Berufe mit 38% zu verzeichnen. 78 % aller Befragten absolvieren eine duale Ausbildung im Betrieb. Dieses Modell dominiert vor allem in der Deutschschweiz, in der Westschweiz liegt der Anteil von Vollzeitschulen bei 65%. 

Lehrbetriebe erhalten gute Noten
Die praxisnahe Ausbildung im Betrieb wird von den Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern geschätzt. 80 % erhielten während der Lehre Unterstützung in Form von Lernzeit und 40 % konnten auf inhaltliche Unterstützung bauen. Insgesamt sind 86 % der Befragten mit ihrer Informatik- oder Mediamatik-Lehre zufrieden.

Weitere Informationen
Detailergebnisse der Befragung:  ICT-Lehrabgänger/innenbefragung 2017


Kontaktperson
Andrea Schürpf, Marketing & Communication Manager
Telefon +41 58 360 55 53, E-Mail andrea.schuerpf@ict-berufsbildung.ch

ICT-Lehrabgängerbefragung 2017
In der gesamten Schweiz schliessen im Juli rund 2‘400 Jugendliche ihre Lehre in der Informatik und Mediamatik ab. Für die Befragung konnten 821 gültige Fragebogen aus der deutschen und der französischen Schweiz ausgewertet werden (Teilnehmerquote: 34 %). Die Befragung fand vom März bis April 2017 statt. 

Die Informatiklehre in der Schweiz wird in einer der drei Fachrichtungen Applikationsentwicklung, Systemtechnik und Betriebsinformatik absolviert und dauert vier Jahre. Die Mediamatik-Ausbildung dauert ebenfalls vier Jahre. Zwei Jahre dauert die Lehre zum Informatikpraktiker / zur Informatikpraktikerin. Maturanden können die Informatik- oder Mediamatiklehre als verkürzte Lehre „Way-up“ absolvieren. 

Die Lehrabgängerbefragung 2017 wurde vom Institut für Wirtschaftsstudien Basel (IWSB) durchgeführt und von ICT-Berufsbildung Schweiz in Auftrag gegeben.