Digitalisierung bringt neue Verbandsstruktur

10.03.2017 News Medienmitteilungen

Die Digitalisierung durchdringt immer stärker alle Bereiche der Wirtschaft. Nur 1/3 aller ICT-Beschäftigten arbeiten in der IT-Branche. Die grosse Mehrheit ist in anderen Branchen und in der öffentlichen Verwaltung beschäftigt. ICT-Berufsbildung Schweiz ist der impulsgebende und führende Verband für das Thema ICT-Kompetenzen in der Berufsbildung und öffnet sich neu für alle nationalen Branchen- und Berufsverbände, um deren Bedürfnisse besser abdecken zu können.

Etablierte Verbände werden Mitglied von ICT-Berufsbildung Schweiz

ICT-Berufsbildung Schweiz ist als nationale Organisation der Arbeitswelt (OdA gemäss Berufsbildungsgesetz Art. 1) für alle eidgenössischen Berufsabschlüsse in Informatik und Mediamatik zuständig. Der Verband wurde im Jahr 2010 von ICTswitzerland, dem Dachverband der ICT-Wirtschaft,- und den kantonalen bzw. regionalen ICT-Lehrbetriebsverbänden als Verein gegründet. Vor dem Hintergrund der rasant fortschreitenden Digitalisierung aller Wirtschaftsbranchen passt ICT-Berufsbildung Schweiz seine Strukturen an und ermöglicht die Mitgliedschaft auch für Nicht-ICT-Verbände.

 An der Mitgliederversammlung vom 10. März 2017 in Bern durften folgende nationalen Verbände als Mitglieder begrüsst werden:

 ·      Swissmem – Verband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie 
·       VSEI – Verband Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen
·       VSE – Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen
·       viscom – Schweizerischer Verband für die grafische Industrie
·       VSD – Verband der Schweizer Druckindustrie
·       SwissGIN – Schweizerischer Verband der Gebäudeinformatiker

 „Wir müssen alle gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Berufsleute fit für morgen sind. Nur dann können die Vorteile der Digitalisierung in den Unternehmen aller Branchen und in der öffentlichen Verwaltung optimal genutzt werden“, sagt Andreas Kaelin, Präsident von ICT-Berufsbildung Schweiz. 

Starke regionale Verankerung

Die berufliche Grundbildung ist zwar eidgenössisch geregelt mittels Bildungsverordnung des Bundes, wird aber unter der Verantwortung der Kantone umgesetzt. ICT-Berufsbildung Schweiz ist in allen Regionen präsent und stark vertreten. Neu seit diesem Jahr auch im Tessin. Vierzehn kantonale und regionale Lehrbetriebsverbände vertreten die Interessen der ICT-Berufsbildung vor Ort. Die Kantonal- und Regionalverbände werden von Lehrbetrieben getragen, welche im Bereich Informatik und Mediamatik ausbilden. In den Regionen liegt der Schlüssel zu mehr Lehrstellen und damit dem dringend benötigten ICT-Fachkräftenachwuchs. 

Folgende lokalen Verbände tragen ICT-Berufsbildung Schweiz mit:

·       ICT-Berufsbildung Aargau
·       ICT-Berufsbildung Bern
·       ICT-Berufsbildung Bern Mediamatik
·       ICT-Berufsbildung Ostschweiz
·       ICT-Berufsbildung Schaffhausen
·       ICT-Berufsbildung Zürich
·       ICT-Berufsbildung Zentralschweiz
·       ICT-Formation professionnelle Fribourg
·       ICT-Formation professionnelle Suisse occidentale
·       ICT-Formazione professionale Svizzera italiana
·       ICT Médiamatique romande
·       Informatik Lehrbetriebsverband OdA ICT beider Basel
·       Verein Solothurner Informatik-Ausbildungsbetriebe
·       Verein zur Förderung von Elektronik- und Informatik-Berufen

 „Unsere kantonalen und regionalen OdAs sind das Rückgrat von ICT-Berufsbildung Schweiz. Ohne sie wären wir in weiten Teilen kaum sicht- und spürbar“, meint Jörg Aebischer, Geschäftsführer von ICT-Berufsbildung Schweiz.

Berufliche Grundbildung als Schlüssel

Die berufliche Grundbildung bildet das Fundament für ausreichend qualifizierte ICT-Fachkräfte. Sie erlaubt die rasche und praxisnahe Ausbildung von Fachpersonal durch die Unternehmen, dient als Zubringer für die höhere Berufsbildung und dank der hohen Quote der Berufsmaturanden auch für die Fachhochschulen. Seit 2010 konnte die Zahl der Lehrstellen von 7'200 auf fast 9'200 erhöht werden. Bis im Jahr 2022 will ICT-Berufsbildung Schweiz die Zahl auf 12‘000 steigern. Mindestens fünf Prozent der ICT-Arbeitsplätze sollen als Ausbildungsstellen ausgestaltet sein. ICT-Berufsbildung Schweiz will, dass Unternehmen und Verwaltungen in der Schweiz für die Zukunft genügend qualifizierte ICT-Berufsleute ausbildet und deren fachliche Weiterentwicklung unterstütz.

Entwicklung geht weiter

Mit der Verabschiedung der neuen Statuten stehen die Türen bei ICT-Berufsbildung Schweiz offen für alle nationalen Branchenorganisationen, welche die Digitalisierung als Chance packen und ihre Fachkräfte im Umfeld der Informations- und Kommunikationstechnologien zukunftsorientiert positionieren wollen. ICT-Berufsbildung Schweiz versteht sich als branchenübergreifende Dienstleistungsorganisation und baut seine Stärken im Bereich der beruflichen Digitalisierungskompetenzen mit einem entsprechenden strategischen Projekt weiter aus. 

Die Fakten im Überblick:

·       210'800 Personen sind im ICT-Berufsfeld tätig.

·       24'000 zusätzliche ICT-Stellen werden in den nächsten acht Jahren geschaffen.

·       234'800 Personen werden im Jahr 2024 im ICT-Berufsfeld beschäftigt sein.

·       74'700 ICT-Fachkräfte benötigt die Wirtschaft in den nächsten acht Jahren.

·       25'000 Fachkräfte werden voraussichtlich fehlen.

·       400 Ausbildungsplätze pro Jahr wurden seit 2010 jährlich geschaffen.

·       48 Prozent der offenen ICT-Stellen sind im Bereich der Softwareentwicklung angesiedelt.

Kontaktpersonen

Andreas Kaelin, Präsident ICT-Berufsbildung Schweiz
+41 31 311 62 45, andreas.kaelin@ict-berufsbildung.ch


Jörg Aebischer, Geschäftsführer ICT-Berufsbildung Schweiz
+41 79 206 29 60, joerg.aebischer@ict-berufsbildung.ch