Portrait Philippe Strübin

„Keine langweiligen, tageslichtscheuen Nerds.“

Philippe Strübin




„Es wird überflüssig sein, dass jede Firma ihre eigene Infrastruktur unterhält.“
Philippe Strübin | Wirtschaftsinformatiker mit eidg. Fachausweis

Kaum eine andere Technologie hat sich rascher entwickelt als die Computertechnologie. Philippe Strübin, heute 40-jährig, war praktisch von Beginn an am Puls des Geschehens. Er erinnert sich an seine erste Begegnung mit einem Computer, einem Philips Videopac. „Googelt den mal, der sieht phantastisch aus!“, sagt er augenzwinkernd. Von einem Leben als Informatiker träumte er als Kind jedoch nicht. Lieber wollte er Pilot werden.

Die Prüfungen zum eidgenössischen Fachausweis in Wirtschaftsinformatik hat Philippe Strübin als bester Absolvent abgelegt. Damit hatte er nicht gerechnet: „Nach dem ersten Prüfungstag waren wir alle ziemlich frustriert und brauchten erst mal ein Bier“, sagt er rückblickend. Philippe Strübin hatte sich für den Fachausweis entschieden, weil er eine Weiterbildung in Richtung IT-Leitung gesucht hatte.

An der Ausbildung schätzt er, dass die meisten Module sehr praxisorientiert gestaltet waren. Vor allem in den Bereichen Projektmanagement, Geschäftsprozesse und Anforderungsanalyse, konnte er das Erlernte direkt auf der Arbeit umsetzen. Der Basler arbeitet bei Yuanda Europe Ltd., eine Firma, die im Bereich des Fassadenbaus spezialisiert ist. Demnächst wird Philippe Strübin an der Fachhochschule Nordwestschweiz einen MAS in Information Systems Management beginnen.

Das Klischee, das den Informatiker als „langweiligen, tageslichtscheuen Nerd“ reduziert, hält er für unangebracht. „Die meisten Leute wissen gar nicht, wo sie im Alltag überall mit Informatik in Berührung kommen.“ Mit Blick in die Zukunft glaubt Philippe Strübin, dass die Entwicklung noch mehr in Richtung Cloud gehen wird. „Es wird überflüssig sein, dass jede Firma ihre eigene Infrastruktur unterhält. Natürlich begeben wir uns dadurch in eine Abhängigkeit gegenüber den Anbietern, aber an dem Punkt sind wir auch ohne Cloud schon angelangt.